24. Mai 2026
Jakow Kronrod legte in den 1960er Jahren Ideen für eine Reform der sowjetischen Wirtschaft vor. Doch seine Vision eines demokratischen Wirtschaftssystems war der Führung in Moskau zu radikal, denn sie hätte ihre Autorität infrage gestellt.

Ein sowjetisches Wandmosaik an einem Fabrikgebäude in Wolgograd.
Jakow Kronrod war eine führende Persönlichkeit der sowjetischen Wirtschaftsschule der sogenannten Towarniki und ein wichtiger Akteur in den Debatten über Wirtschaftsreformen in den 1960er Jahren. Damals diskutierten sowjetische Planer, ob Marktbeziehungen im Rahmen einer planwirtschaftlich-verstaatlichten Wirtschaft eine größere Rolle spielen sollten.
Kronrod wurde 1912 geboren und studierte in den 1930er Jahren. Nach Abschluss seines Studiums begann er, in den staatlichen Planungs- und Statistikbehörden zu arbeiten. Als Deutschland im Juni 1941 in die UdSSR einmarschierte, meldete er sich freiwillig zum Dienst und kämpfte in der Schlacht um Moskau. Am Ende des Krieges war er als Major in Ostpreußen stationiert.
Nach dem Krieg leitete Kronrod die Theorieabteilung des renommierten Instituts für Wirtschaftswissenschaften der Akademie der Wissenschaften der UdSSR. Er bekleidete diese Position bis zu seiner Strafdegradierung Ende der 1960er Jahre. Ein Rückblick auf Kronrods Leben und Ideen kann uns eine neue Perspektive auf den Aufstieg und Fall des sowjetischen Wirtschaftssystems eröffnen, dem bislang ambitioniertesten Versuch, eine real existierende Alternative zum Kapitalismus westlicher Prägung aufzubauen.
Entgegen der marxistischen Orthodoxie argumentierte Kronrod, der Sozialismus sei eine eigenständige Produktionsweise und nicht lediglich Kommunismus in einem noch unreifen Stadium. Demnach spielen Marktbeziehungen im Sozialismus zwangsläufig weiter eine wichtige Rolle, da der Sozialismus vom Kapitalismus eine ungleiche Gesellschaft übernimmt, in der die Ressourcen begrenzt sind. Zwar seien die Bürgerinnen und Bürger als Miteigentümer der Wirtschaft gleichberechtigt, doch sorgen ihre konkreten Rollen in der Wirtschaft dafür, dass sie weiterhin in ungleichen Verhältnissen leben. Diese Gesellschaftsform sei somit weit entfernt von echter sozialer Gleichheit – dem übergeordneten Ziel des Sozialismus –, in der Knappheit überwunden und die Arbeit zum selbstbestimmten Antrieb geworden sein wird.
Gleichzeitig betonte Kronrod die Vorrangstellung der Planung im Sozialismus sowie die direkte (nicht völlig gleichmäßige) Verteilung von Ressourcen. Er war ein entschiedener Gegner des jugoslawischen Modells, in dem Unternehmen fast vollständige Autonomie genossen und die Rolle des Staates darauf beschränkt war, einen Markt nachzuahmen beziehungsweise Marktversagen zu korrigieren. Für Kronrod bestand die Rolle des Plans im Sozialismus darin, die notwendigen Größenordnungen und Proportionen zwischen den wichtigsten Wirtschaftssektoren aufrechtzuerhalten – entsprechend den von der Gesamtgesellschaft beschlossenen längerfristigen Zielen. Hauptziel sei eine stetig zunehmende soziale Gleichheit.
»Mit der von Kronrod befürworteten Reform hätten Unternehmen erhebliche operative und kaufmännische Autonomie erhalten, auch wenn ihre Tätigkeit auf ihren durch den Plan festgelegten Hauptwirtschaftszweig beschränkt geblieben wäre.«
Der Plan ist somit ein Bereich direkter, nicht komplett gleichwertiger Wirtschaftsbeziehungen: Es gibt Wettbewerb zwischen Unternehmen, die aber im Rahmen des Plans gegründet wurden und deren Tätigkeit auf ihren jeweiligen Wirtschaftssektor beschränkt bleibt. Ihre Autonomie ist also nur relativ. Es gibt keine Geschäftsgeheimnisse; Wettbewerb findet nur innerhalb der Parameter des nationalen Plans statt. Doch dieser Wettbewerb fördert technologischen Fortschritt und sendet (indem lokale Ungleichgewichte entstehen) Signale an die Planer, dass sie die ökonomischen Proportionen zwischen den jeweiligen Sektoren korrigieren müssen.
Kronrod argumentierte, dass der Versuch des Staates, die Unternehmen durch direkte, administrative Anweisungen zu lenken – also die Wirtschaft so zu führen, als handele es sich um ein einziges riesiges Unternehmen – eine ironische Konsequenz habe. Damit würde nämlich seine Fähigkeit untergraben, zu planen, die benötigten Proportionen zwischen den einzelnen Sektoren korrekt festzulegen und diese kontinuierlich anzupassen, wenn Ungleichgewichte auftreten.
In der zweiten Hälfte der 1950er Jahre und über weite Teile der 1960er hinweg wurden Kronrods Ansichten von anderen Ökonomen nicht nur toleriert, sondern auch geteilt und fanden weite Verbreitung. Die Grundidee (wenn auch nur teilweise und in stark abgeschwächter Form) wurde in die geplante Kossygin-Reform für das Jahr 1965 aufgenommen. Diese nach Politbüro-Mitglied Alexei Kossygin benannte Reform wurde unter Parteichef Nikita Chruschtschow diskutiert und in Entwürfen festgehalten, bevor der Generalsekretär der KPdSU im Oktober 1964 abgesetzt wurde.
Zwar stellte Kronrod die marxistischen Klassiker in Frage, doch lässt sich allein anhand seiner Argumente nicht erklären, warum er und seine Ideen in nach Chrustschows Absetzung unterdrückt wurden. Im Dezember 1971 wurden Kronrod bei einer Parteiversammlung in seinem Institut »ideologische Fehler von theoretischer Bedeutung« vorgeworfen. Die Versammlung fand in Anwesenheit eines Mitglieds des Politbüros statt. Der Parteisekretär des Instituts selbst widersetzte sich mutig den Anschuldigungen gegen Kronrod. Dennoch wurde letzterer nach diesem Rückschlag auf eine untergeordnete Position versetzt. Seine Arbeiten konnten nicht mehr veröffentlicht werden.
Im Jahr 1972 verfasste Kronrod einen brillanten Aufsatz, sozusagen »für die Schreibtischschublade« (er wurde erst 1992 veröffentlicht). Er trägt den Titel Sozio-Oligarchismus – der Pseudosozialismus des 20. Jahrhunderts. Darin charakterisiert Kronrod das sowjetische System als die »Kombination aus Vergesellschaftung der wichtigsten Produktionsmittel auf nationaler Ebene und einer totalitär-diktatorischen Macht der gesellschaftlichen Schicht, die den Staat kontrolliert«. Diese Kombination verwandele die herrschende Schicht »in eine eigenständige privilegierte Gruppe aus politischen und ökonomischen Oligarchen«.
Dieses System, so Kronrod weiter, sei ein historischer Fehler, eine Sackgasse. Zwar könne der Sozialismus daraus als Nachfolger hervorgehen, andere Entwicklungen wie ein Rückfall in kapitalistische Muster oder ein technokratisch-militaristisches Regime seien aber – abhängig vom Kräfteverhältnis der Klassen – ebenso denkbar. Dabei erkannte Kronrod ernsthafte Hindernisse für das Entstehen eines angemessenen politischen Bewusstseins unter den Arbeiterinnen und Arbeitern, blieb mit Blick auf eine mögliche sozialistische Zukunft aber grundsätzlich optimistisch.
Kronrods Schicksal wirft die Frage auf, warum er innerhalb des sowjetischen Systems bis in die späten 1960er Jahre nicht nur toleriert, sondern sogar hoch geachtet wurde, nur um dann unterdrückt und zum Schweigen gebracht zu werden. Das wiederum wirft die Frage nach der Rolle der Ideologie in der Sowjetunion auf. Als die UdSSR noch existierte, stellten die meisten westlichen »Sowjetologen« das System als eine »Ideokratie« dar – zu Macht erhobene Ideologie. Ihrer Analyse zufolge konnte die enorme Machtkonzentration in den Eliten dadurch erklärt werden, dass diese den »neuen Sowjetmenschen« formen wollten – im strikten Einklang mit der vorherrschenden Ideologie.
Kronrod sah die Dinge völlig anders. Für ihn war die »marxistisch-leninistische« Ideologie der Sowjetunion lediglich ein Deckmantel, ein Feigenblatt, um die Machtübernahme durch die Bürokratie zu legitimieren. Diese Machtübernahme nahm in den 1920er Jahren unter der Führung von Josef Stalin ihren Anfang. Den Funktionären wurde nun gestattet, absolute Macht auszuüben und ein privilegiertes Leben zu führen (das allerdings hinter einer sozialistischen Fassade verborgen bleiben musste). In diesem System galt schon das bloße Aussprechen des wahren Charakters des Regimes als schwerwiegendes Verbrechen.
Nach Stalins Tod 1953 unternahm die sowjetische Führung unterschiedliche Reformversuche. Diese begannen ernsthaft mit Chruschtschows Kritik an Stalins Verbrechen auf dem 20. Parteitag der Kommunistischen Partei der Sowjetunion im Jahr 1956. Während Stalin kritisiert und angeprangert wurde, blieb das von ihm errichtete bürokratische Regime mehr oder weniger intakt. Das kam den meisten Funktionären entgegen, die auf fortgeführte Stabilität hofften: Ihre Macht und ihre materiellen Privilegien hingen schließlich von ihrer Position im Amt ab.
»Der Prager Frühling 1968 – die Bewegung zur Demokratisierung des Staates, an der sich auch die Kommunistische Partei der Tschechoslowakei beteiligte – gab der in der Sowjetunion bestehenden bürokratischen Reaktionsbewegung neue und starke Dynamik.«
Für diese Bürokraten entstanden ernsthafte Probleme, als Chruschtschow versuchte, das Wirtschaftssystem zu reformieren, das sich als ineffizient, verschwenderisch und resistent gegenüber technologischem Fortschritt gezeigt hatte. In dieser Zeit gingen die reichlich vorhandenen und billigen Human- und Naturressourcen der vorangegangenen Jahrzehnte allmählich zur Neige. Zwar waren Chruschtschows Reformen tatsächlich oftmals schlecht durchdacht, doch war ihr Hauptproblem der dem Bürokratismus innewohnende Konservatismus.
Chruschtschow suchte nach Möglichkeiten, diesen Widerstand zu neutralisieren, und griff dabei sogar auf die längst vergessene marxistische Idee vom Absterben des Staates zurück. In diesem Sinne wurden diverse kleinere staatliche Aufgaben an zivile Organisationen übertragen (die jedoch weiterhin unter der Aufsicht des Parteiapparats standen). Der entscheidende Impuls kam jedoch im September 1961 auf dem 22. Parteitag, als Chruschtschow eine neue, erweiterte Kritik an Stalins Verbrechen verkündete. Diesmal richtete er sich auch an die Öffentlichkeit und formulierte seine Ansichten nicht mehr als vertrauliche Rede für Spitzenfunktionäre.
Noch beunruhigender für die Bürokraten: Auf dem Parteitag wurden Änderungen an der Parteisatzung verabschiedet, wonach es nun regelmäßige Neubesetzungen der Verwaltungskader geben sollte. Dies war ein direkter Angriff auf die für die Bürokraten so wichtigen Strukturen und ihre Amtszeitdauer. In den meisten Fällen sollte die Amtszeit der Kader auf sechs Jahre begrenzt sein; hinzu kam eine obligatorische Pensionierung im Alter von sechzig Jahren.
Chruschtschow wurde auf einer Sitzung des Zentralkomitees im Oktober 1964 abgesetzt und durch Leonid Breschnew ersetzt. Letzterer kritisierte Chruschtschow bei der Sitzung vor allem für seinen »mangelnden Respekt gegenüber den Kadern«. Breschnew versprach seinerseits, die Kader zu respektieren – und hielt dieses Versprechen in der Folge auch ein. Damit besiegelte er das Schicksal der Sowjetunion, da ernsthafte Reformen in den kommenden zwei Jahrzehnten nun praktisch ausgeschlossen waren. Breschnews Amtszeit wurde daher später als »Ära der Stagnation« bezeichnet.
Der Prager Frühling 1968 – die Bewegung zur Demokratisierung des Staates, an der sich auch die Kommunistische Partei der Tschechoslowakei beteiligte – gab der in der Sowjetunion bestehenden bürokratischen Reaktionsbewegung neue und starke Dynamik. Progressive Intellektuelle, die unter Chruschtschow den ideologischen Apparat der Partei und die Medienredaktionen dominiert hatten, wurden durch Konservative ersetzt, und die Zensur wurde verschärft. Gleichzeitig wurden alle bisherigen (begrenzten) Versuche einer Wirtschaftsreform eingestellt.
In diesem politischen Kontext fanden auch die Attacken gegen Kronrod und seine politökonomische Denkschule statt. Welche Rolle spielten Kronrods Gedanken über sozialistische Wirtschaft für seinen Sturz? Zunächst mag der tatsächliche Inhalt seiner Pläne zweitrangig erscheinen – schließlich wurde ab den späten 1960er Jahren bis zu Michail Gorbatschows Perestroika jede nennenswerte theoretisch-ideologische Abweichung von der dominierenden Linie von der Führungselite als Bedrohung empfunden. Dementsprechend wurden praktisch alle ernsthaften Versuche einer Wirtschaftsreform abgeschmettert. Doch die besonders repressiven Maßnahmen gegen Kronrod und seine Schule (Kritik an der Kronrod-Lehre wurde für jede Dissertation und ihre akademische Verteidigung quasi zur Pflicht) deuten darauf hin, dass in diesem Fall noch andere Faktoren im Spiel waren.
Mit der von Kronrod befürworteten Reform hätten Unternehmen erhebliche operative und kaufmännische Autonomie erhalten, auch wenn ihre Tätigkeit auf den jeweiligen, durch den Plan festgelegten Hauptwirtschaftszweig beschränkt geblieben wäre und es keine Geschäftsgeheimnisse gegeben hätte. In einem solchen System wären Unternehmen Wirtschaftsakteure mit der Befugnis, durchaus bedeutsame ökonomische Entscheidungen für ihren Betrieb zu treffen. Dadurch wäre offensichtlich die zentrale Rolle eingeschränkt worden, die der Parteiapparat – die mächtigste Fraktion der sowjetischen Bürokratie – in Wirtschaftsfragen eingenommen hatte.
»Fragen wie das Verhältnis zwischen Akkumulation und Konsum, das Gleichgewicht zwischen Industrie und Landwirtschaft, zwischen den Töpfen für Kapitalinvestitionen und für Löhne seien politische Fragen, die nicht von Bürokraten entschieden werden könnten.«
Gleichzeitig hätten eine relative Autonomie der Unternehmen sowie die Rolle, die Wettbewerb und Ertrag bei der Festlegung der Arbeitergehälter spielen, die Arbeiterinnen und Arbeiter logischerweise dazu veranlasst, ein Mitspracherecht bei der Unternehmensführung einzufordern – insbesondere, da die Arbeiterkontrolle über Unternehmen stets ein integraler Bestandteil der marxistischen Sozialismusvorstellung war. Doch die Mobilisierung und unabhängige Organisierung der Arbeiterschaft, wie sie in der Tschechoslowakei im Zuge der Wirtschaftsreform stattfand, war für die etablierte sowjetische Nomenklatura alles andere als eine begrüßenswerte Entwicklung.
In seinen veröffentlichten Werken konnte Kronrod nicht offen zu Demokratie aufrufen, da das Regime beharrlich behauptete, es sei bereits demokratisch. Diese Behauptung anzuzweifeln, hätte mit Sicherheit Repressionen nach sich gezogen. Demokratie und ihre Unterdrückung durch die Bürokratie waren aber zentrale Elemente in Kronrods lange Zeit unveröffentlichtem Aufsatz von 1972 über den »Sozio-Oligarchismus«. Aus Kronrods Sicht muss in einer aus dem Kapitalismus hervorgegangenen sozialistischen Gesellschaft der Plan Ergebnis eines demokratischen Prozesses sein.
Die wichtigsten ökonomischen Fragen, wie das Verhältnis zwischen Akkumulation und Konsum, das Gleichgewicht zwischen Industrie und Landwirtschaft, zwischen den Töpfen für Kapitalinvestitionen und für Löhne, die Gehälter in verschiedenen Berufsgruppen und vieles mehr, seien allesamt politische Fragen, die nicht im Voraus und von oben herab von Bürokraten entschieden werden könnten. Stattdessen müsse es einen genuin demokratischen politischen Prozess geben. Dies gelte umso mehr, wenn man das Ziel der sozioökonomischen Entwicklung erreichen wolle – eine immer größere Gleichheit.
Der verstorbene Boris Rakitski, der in den 1960er Jahren als leitender Wissenschaftler in Kronrods Theorieabteilung tätig war, zeichnet folgendes Bild von Kronrod als Mensch: »Er war dynamisch, voller Leben. Es war eine Freude, ihm zuzuhören. Die intellektuelle Atmosphäre der damaligen Zeit war stickig, grau, wie von einer Staubschicht überzogen. Und plötzlich, inmitten all dessen – Kronrod, brillant, voller Lebenskraft. Für die Bürokraten des Zentralkomitees, die ihn praktisch als Leibeigenen betrachteten, war er ein unangenehm intelligenter Mann. Er bereitete ihnen Unbehagen. Sie tolerierten seine Ideen bis in die späten 1960er Jahre, wollten aber nicht, dass diese Ideen ihren Entscheidungen entgegenstehen. Uns diente er als Vorbild. Die Fülle seiner Intelligenz und die Tiefe seines Humanismus eröffneten neue Horizonte, gegen die wir klein wirkten.«
Für Rakitski war Kronrods Denkschule eine Gelegenheit, die verpasst wurde: »Kronrods Werk und das der anderen Mitglieder seiner Schule hat wirklich systematisiert, was Sozialismus sein sollte. Die Arbeit seiner Schule war das Produktivste, was in der Sowjetunion geschrieben wurde über die politische Ökonomie des Sozialismus, sofern der Sozialismus jemals verwirklicht werden sollte. Wir haben damals ein Programm ausgearbeitet, um unsere Gesellschaft aus dem Totalitarismus heraus- und in den Sozialismus hineinzuführen. Mit Blick auf 1989 wäre es sehr wertvoll gewesen, hätte sich das Land damals für den Sozialismus entschieden.«
David Mandel ist der Autor unter anderem von The Petrograd Workers in the Russian Revolution, February 1917–June 1918 und Democracy, Plan, and Market: Yakov Kronrod’s Political Economy of Socialism.