Die Daten-Tools der Cloud-Meister
Die großen Tech-Konzerne schöpfen über ihre Cloud-Dienste massenhaft Daten aus der Landwirtschaft ab. Sind diese Daten notwendig ein Herrschaftsinstrument oder können sie auch Werkzeug der Befreiung sein?
Die großen Tech-Konzerne schöpfen über ihre Cloud-Dienste massenhaft Daten aus der Landwirtschaft ab. Sind diese Daten notwendig ein Herrschaftsinstrument oder können sie auch Werkzeug der Befreiung sein?
Die Bundesregierung will Verfassungsschutz und BND neue Lizenzen zum Sabotieren, Hacken und Durchsuchen ausstellen. Als »extremistisch« etikettiert zu werden, wird damit noch gefährlicher.
Union und SPD wollen Ländern verbieten, zu vergesellschaften. Damit greifen sie nicht nur den Berliner Volksentscheid an, sondern auch ein demokratisches Instrument, das weit über den Wohnsektor hinaus Potenzial hat.
Spotlight
Die Lebensmittelpreise explodieren. Die Brot-und-Butter-Politik kehrt zurück. Unsere aktuelle Ausgabe »Essen« nimmt das zum Anlass, um zu fragen, wem unser Lebensmittelsystem dient und warum es trotz ausreichender Nahrung so schwer ist, alle satt zu bekommen.
Die großen Tech-Konzerne schöpfen über ihre Cloud-Dienste massenhaft Daten aus der Landwirtschaft ab. Sind diese Daten notwendig ein Herrschaftsinstrument oder können sie auch Werkzeug der Befreiung sein?
Mit Essen in der Hand Politik zu machen, will gekonnt sein. Ansonsten wird es schwer, das Lebensmittelsystem zu demokratisieren.
Chemiekonzerne verkaufen Pestizide, die im Westen bereits verboten wurden, unbehelligt weiter in den Globalen Süden. Kenianische Bauern und Landarbeiter, die mit ihrer Gesundheit dafür bezahlen, wehren sich jetzt gegen das Unrecht.
Die deutsche Fleischindustrie verschleißt Körper und Psyche ihrer Arbeiter und opfert Millionen von Tieren für den Profit. Schlachter wie Geschlachtete haben ein gemeinsames Interesse, von diesem System befreit zu werden.
Anton Jäger lehrt Ideengeschichte und politische Theorie an der Universität Oxford und ist Autor des Buches »Hyperpolitik: Extreme Politisierung ohne politische Folgen«.
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Grace Blakeley ist Ökonomin und Autorin mehrerer Bücher, darunter »Stolen: So retten wir die Welt vor dem Finanzkapitalismus« und »Die Geburt der Freiheit aus dem Geist des Sozialismus«.
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Oliver Nachtwey ist Professor für Sozialstrukturanalyse an der Universität Basel und Co-Autor der Bücher »Gekränkte Freiheit: Aspekte des libertären Autoritarismus« und »Zerstörungslust: Elemente des demokratischen Faschismus«.
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Clara Mattei ist Professorin für Wirtschaftswissenschaften an der University of Tulsa, Gründerin von FREE: Forum for Real Economic Emancipation und Autorin von »Die Ordnung des Kapitals«.
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Wolfgang Streeck ist Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung. Kürzlich ist sein neues Buch »Gewaltbereit: Essays zur Zeitenwende« erschienen.
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Şeyda Kurt ist Schriftstellerin, Publizistin und Moderatorin. Sie ist Autorin der Bestseller »Radikale Zärtlichkeit« und »Hass«. Gerade erschien ihr erster Roman »Zeit der Monster«.
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In den nächsten Jahren entscheidet sich, wie die Beatles erinnert werden. Zentristen wollen die Fab Four für sich vereinnahmen. Dabei waren sie unbestreitbar Teil der Linken.
Dahabflex rappt über Widerstand statt über Drogen und Markenklamotten. Im Interview spricht er über seine Politisierung, die Kontroverse um seinen Auftritt bei der Berliner Linken und die Musikindustrie.
Eine alternde Gesellschaft hat höhere Ausgaben für Pflege, Gesundheit und Rente. Das ist an sich aber kein unlösbares Problem. Was wir brauchen? Eine produktive Wirtschaft und eine feministische Offensive, die das Leben ins Zentrum stellt.
In den USA werden immer mehr Menschen in Abschiebelagern festgehalten, oft ohne Straftat und ohne Aussicht auf ein Ende ihrer Haft. Doch die Lager sind kein rein amerikanisches Phänomen. Auch Europa baut ein globales System der Migrationskontrolle aus.
Theresa hat ihren Job gekündigt, weil er sie ausgelaugt hat. Seither hat sie Angst davor, nie einen Beruf zu finden, der ihren Ansprüchen genügt. Şeyda Kurt findet: Das Problem sind nicht die Ansprüche, sondern die Verhältnisse.
Der erste dokumentierte Streik der Geschichte vor über 3000 Jahren entzündete sich an ausbleibenden Essensrationen. Über die Verschiedenheit der Epochen hinweg bezeugt er eine geteilte Realität von Arbeitenden in allen Klassengesellschaften.
Der Genozid in Namibia begann nicht erst 1904, sondern mit dem Massaker von Hornkranz. Bis heute verweigert die Bundesrepublik eine echte Aufarbeitung. Stattdessen versucht sie, grüne Kraftwerke auf den Massengräbern der Opfer zu bauen.
Im Jahr 1919 eroberten Sozialisten das Wiener Rathaus und gingen neue Wege, um die dramatische Wohnungsnot in der Stadt zu beheben. Das Rote Wien kann auch heute noch als Inspiration für linke Stadtpolitik dienen.
Heute vor 218 Jahren wurde Wilhelm Weitling geboren. Der Zeitgenosse von Karl Marx wollte mit Bibel und Kommunismus eine gerechte Gesellschaft begründen – sein Werk zeigt, dass Sozialismus und Christentum nicht immer Gegensätze sein müssen.
Heute vor dreißig Jahren wurde Tupac Shakur ermordet. Sein Status als Kulturikone steht außer Frage. Doch Legenden und Mythen rund um sein kurzes Leben überschatten allzu oft seine radikale politische Haltung.
Der Rückhalt für die traditionellen Volksparteien ist so schwach wie noch nie. Im Interview erklärt Politikwissenschaftler Tarik Abou-Chadi, warum die AfD von dieser Dynamik so stark profitiert und was linke Parteien seiner Meinung nach anders machen müssen, um den Trend aufzuhalten.
Die Linke hat sich das Wort »böse« abgewöhnt, die Rechte nutzt Moral dafür umso lieber. Susan Neiman warnt: Wer auf moralische Sprache verzichtet, überlässt das Feld denen, die sie für unmoralische Ziele einsetzen.
Chinas Internet war einmal relativ offen. Heute ist es ein streng kontrolliertes Ökosystem, das für Menschen im Westen eine weitgehend unbekannte Welt ist. Aber das heißt nicht, dass das westliche Internet »frei« und das chinesische »autoritär« ist.
Cedric J. Robinsons »Black Marxism« gilt als Meilenstein der antirassistischen Theorie. Doch der marxistische Historiker August Nimtz widerspricht dessen Analyse von Rassismus, Klasse und Revolution. Im Interview erklärt er, warum.
Rainer Mühlhoffs Bestseller warnt vor einem neuen KI-Faschismus im Silicon Valley. Doch wer Cyberlibertarismus und Neoreaktion in einen Topf wirft, erklärt nicht, warum die Tech-Elite wirklich nach rechts rückt.