Das Verhältnis der Linken zu Künstlicher Intelligenz ist geprägt von Misstrauen. Doch sie muss kein Slop-Generator, Arbeitsplatzvernichter und Instrument der Tech-Oligarchen bleiben, sondern könnte auch befreiend wirken.
Staatsaufträge für die Familie, Insider Trading, Krypto-Korruption: Donald Trump betreibt eine beispiellose Selbstbereicherung – und missbraucht offen die Staatsmacht, um sich und seine Nächsten in Steuer- und Epstein-Skandalen straffrei zu halten.
Der antikapitalistische Jugendkongress »Take Back The Future« vom 12. bis 14. Juni in Berlin bietet 80 Veranstaltungen zu Antifaschismus und sozialer Gerechtigkeit. Der SDS will die Linke damit wieder in die Offensive bringen.
Die russische Kriegswirtschaft hat zunehmend mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Unter den Menschen, die mit gestiegenen Preisen, Steuern und Zinsen sowie immer mehr Leben für den Ukrainekrieg bezahlen müssen, schwindet der Rückhalt für die Regierung.
Deutschland scheitert bei der Wahl zum UN-Sicherheitsrat und erhält die Quittung für seine Doppelstandards. Doch die Genugtuung hat ihre Grenzen – denn Österreich, das den Sitz errang, verfolgt eine ähnliche Außenpolitik. Nur ohne Macht, sie durchzusetzen.
Boykotte gegen Israels akademische Institutionen stehen in der Kritik, die Wissenschaftsfreiheit zu gefährden. Doch die Einwände erweisen sich als schwach und rücken durch die Zerstörung der Bildungsinfrastruktur in Gaza noch weiter in den Hintergrund.
Wer die Palästinenser in ihrem Kampf um Selbstbestimmung unterstützt, muss auch nach Verbündeten innerhalb Israels fragen. Israelische Wissenschaftler und Kulturschaffende zu boykottieren, leistet das Gegenteil. Eine Replik.
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Der vorherrschende Finanzjournalismus widmet sich fast ausschließlich den Geldfragen der Reichen. Dass die Geldsorgen der Mehrheit nur am Rande vorkommen, ist kein Zufall, sondern hat System.
Die Mitgliederzahl der äthiopischen Gewerkschaften hat sich über die vergangenen zehn Jahre mehr als verdoppelt. Äthiopien und auch andere afrikanische Länder zeigen, dass die Gewerkschaftsbewegung global alles andere als im Niedergang begriffen ist.
Der DGB will den Stellen- und Sozialabbau nicht einfach hinnehmen und die FAZ nennt das »Radikalisierung«. Sie hat offenbar keine Ahnung, wie viel mehr die Gewerkschaften historisch gefordert haben.
Die Arbeitszeitreform der Regierung dient in Wirklichkeit nicht dem Wirtschaftswachstum. Der Angriff auf den Achtstundentag hat zum Zweck, die Verfügungsmacht der Unternehmen über ihre Beschäftigten zu erhöhen.
Niemand sollte erwarten, dass die Gewerkschaften Friedrich Merz zujubeln, wenn er Angriffe auf ihre Errungenschaften als wirtschaftliche Vernunft verkauft. Man muss den Kakao, durch den man gezogen wird, schließlich nicht auch noch trinken.
Zwei Posts zu Palästina, Presseanfragen von rechts – und Berlin leitet ein Ausbürgerungsverfahren ein. Der Fall Abdallah A. zeigt, wie das reformierte Staatsangehörigkeitsrecht zur Sanktionierung politischer Meinungen eingesetzt werden kann.
Jakow Kronrod legte in den 1960er Jahren Ideen für eine Reform der sowjetischen Wirtschaft vor. Doch seine Vision eines demokratischen Wirtschaftssystems war der Führung in Moskau zu radikal, denn sie hätte ihre Autorität infrage gestellt.
Politische Akteure, die aus tausendjähriger Geschichte Feindbilder für die Gegenwart ableiten, kommen ohne Rosinenpickerei nicht aus. Denn kein Land ist so lange immer nur Täter oder immer nur Opfer – auch nicht Russland oder die baltischen Staaten.
Der Postliberalismus ist im deutschen Mainstream angekommen. An der politischen Orientierungslosigkeit wird das aber nichts ändern. Denn selbst postliberale Vordenker wissen noch nicht so recht, was nach dem Liberalismus kommen soll.
Krieg hat fatale Folgen für die mentale Gesundheit. Dennoch schweigen die psychiatrischen und psychologischen Berufsverbände zu Wehrpflicht und Aufrüstung. Es ist nicht das erste Mal, dass sie sich militärischen Zwecken unterordnen.
Von Labubu über KPop Demon Hunters bis hin zu niedlichen Handy-Games: Einst an Kinder gerichtete Angebote erreichen immer mehr Erwachsene. Besonders Disney hat eine Maschinerie aufgebaut, die Nostalgie systematisch in Profit verwandelt.
Mehrere Länder boykottieren den ESC in Wien wegen der Teilnahme Israels und fast die Hälfte der Menschen in Österreich hat Verständnis dafür. Doch öffentlich wird Kritik als Skurrilität abgetan – ein Armutszeugnis fürs politisch-mediale Establishment.