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Politik

Bärbel Bas und Lars Klingbeil nach der rheinland-pfälzischen Landtagswahl im Willy-Brandt-Haus.

Wer keine Visionen hat, braucht auch keinen Arzt mehr

Das Problem der SPD liegt tiefer, als die hundertste Beschwörung der »arbeitenden Mitte« und ein neues Grundsatzprogramm reichen können. Will sie überleben, muss sie die Sozialdemokratie neu erfinden – und das braucht länger als bis zur nächsten Wahl.

Von Otmar Tibes

27. März 2026

Vor dem Bundes­verfassungsgericht in Karlsruhe.

Wie das Bundes­verfassungsgericht die Staatsräson hütet

Ein Palästinenser klagt gegen Waffenlieferungen nach Israel, doch das Bundesverfassungsgericht sieht keine Zuständigkeit – und verweist auf Bündnisfähigkeit und Sicherheitsinteressen. Dabei soll es die Exekutive kontrollieren, nicht die Staatsräson hüten.

Von Khaled El Mahmoud

24. März 2026

Heidi Reichinnek und Sören Pellmann im Deutschen Bundestag.

Die Linke muss antagonistisch bleiben

Die Linkspartei steht ständig unter Druck, sich der etablierten Politik anzupassen. Dem entgegen muss sie es als ihre vorrangige Aufgabe begreifen, den Unmut gegenüber Regierung und Eliten zu kanalisieren und sich als die wahre Alternative zu profilieren.

Von Michael Heldt und Manuel Kellner

22. März 2026

»Der Matador hat sich im
Häuserkampf bewährt, wo
er sich bestens eignet, um
auf ›Strukturen‹ (Wohnhäuser) und ›Weichziele‹
(Menschen) zu schießen.«

Beihilfe zum Völkermord

Bei Rüstungsexporten nach Israel ist die Bundesregierung noch intransparenter als sonst. Das kommt nicht von ungefähr: Die Unterstützung für einen Genozid soll von der demokratischen Rechenschaftspflicht ausgenommen werden.

Von Karim Natour

20. März 2026

»850 polizeiliche Maßnahmen wurden innerhalb von zwei Wochen auf der Sonnenallee für die sogenannte präventive Gefahrenabwehr
durchgeführt.«

Moralpanik um Palästina

Die Kriminalisierung von Palästina-Solidarität lässt sich nicht mit antipalästinensischem Rassismus erklären. Denn ihre Beweggründe und ihre Folgen reichen weit über Hass und Ausschluss hinaus.

Von Simin Jawabreh und Bafta Sarbo

20. März 2026

»Situationsgetriebenes Reagieren, eine menschenrechtliche Egal-Haltung sowie selbstgefällige Rhetorik bei eigentlicher Planlosigkeit sind in der Lage, schlimmste Ergebnisse zu zeitigen.«

Die Staatsräson nach Gaza

Im Angesicht des Grauens im Gazastreifen sind Staatsräson-Verfechter etwas kleinlauter geworden. Aber Deutschlands außenpolitisches Establishment hat nicht das Zeug zu einem ernsthaften Kurswechsel, wie er nötig wäre.

Von Daniel Marwecki

20. März 2026