Anwar Shaikh war der bedeutendste Ökonom seit Karl Marx
Anwar Shaikh, der brillanteste marxistische Wirtschaftswissenschaftler seiner Generation, ist tot. Seine Arbeit wird die politische Ökonomie noch viele Jahre lang prägen.
Texte über Arbeit, Kapital, Konzerne und Krisen. Und darüber, wie die Wirtschaft demokratisch gestaltet werden kann.
Anwar Shaikh, der brillanteste marxistische Wirtschaftswissenschaftler seiner Generation, ist tot. Seine Arbeit wird die politische Ökonomie noch viele Jahre lang prägen.
US-Staatsanleihen galten lange als sicherer Hafen der globalen Finanzwelt. Doch die Käuferstruktur hat sich verändert, China zieht Kapital ab und die Zinsen steigen. Dahinter steckt eine tiefere Krise des finanzialisierten Kapitalismus.
Die Vergesellschaftungsbewegung hat jahrelang für ihre Forderung gekämpft. Nun streiten Ökonomen über ihre Finanzierung und Umsetzung. Die Gutachtenschlacht 2.0 zeigt: Vergesellschaftung ist keine Utopie mehr, sondern eine konkrete politische Option.
Die dauernde Eskalation im Nahen Osten feuert auch die Krise der Lebenshaltungskosten weiter an. Soll die Inflation nicht den Rechten in die Karten spielen, müssen Linke die Verantwortlichen klar benennen.
Im Interview erklärt die Ökonomin Mona Ali, wie die USA die mächtigste Währung der Welt einsetzen, um ihr Imperium und ihre herrschende Klasse zu stützen – und wie Donald Trumps Leichtsinn das System zum Einsturz bringen könnte.
Die IG Metall will Boom-Betriebe belohnen und Krisenbetriebe schonen. Das ist nachvollziehbar, aber diese Unterscheidung droht genau die Solidarität zu untergraben, von der Gewerkschaften leben.
Die Finanzmarktpolitik der AfD ist weder ein Rückgriff auf den Neoliberalismus noch auf den Nachkriegskeynesianismus. Sie ist ein neues finanzpolitisches Projekt, das eine Gewinnerposition für deutsches Kapital in internationalen Märkten anstrebt.
Die Automobilindustrie baut massenhaft Arbeitsplätze ab, während die Bundesregierung den Sozialstaat demontiert. Die IG Metall ruft nun zu zwei Aktionstagen auf – dort wird entschieden, ob sie endlich in die Offensive geht.
Immer mehr Menschen müssen sich verschulden, um alltägliche Rechnungen zu bezahlen. Und immer öfter sichern staatliche Sozialleistungen vor allem die Kredite der Gläubiger ab. Heute mehr denn je ist Verschuldung das Lebenselixier des Kapitalismus.
Die AfD profitiert von Unsicherheit und Frust in der Arbeitswelt. Gewerkschaften können dem Rechtsruck etwas entgegensetzen, aber nur wenn sie für eine solidarische Politik der Arbeit eintreten – und sich nicht mit der Rolle des Sozialpartners begnügen.
Kurzfristig dürfte die KI mehr Jobs schaffen als zerstören. Die Bosse werden sie aber nutzen, um Arbeit abzuwerten und Löhne zu drücken – es sei denn, die Arbeiterschaft begreift den Einsatz von KI als Klassenkampf und streitet für deren öffentliche Kontrolle.
Seit Januar gilt die Pflege in Österreich offiziell als Schwerarbeit. Ein Fortschritt, sagt die ehemalige Pflegerin und Gewerkschafterin Katharina Scheinast im Interview – aber die Belastungen in der Pflege können damit allein nicht gelöst werden.