Dolly Parton war eine Stimme für ihre Klasse
Jahrzehntelang schrieb Dolly Parton über Armut, harte Arbeit und den trotzigen Stolz von arbeitenden Frauen. Die Linke sollte sich ein Beispiel an der nun verstorbenen Country-Sängerin nehmen.
Texte zur Geschichte von Macht, Widerstand und gesellschaftlicher Veränderung.
Jahrzehntelang schrieb Dolly Parton über Armut, harte Arbeit und den trotzigen Stolz von arbeitenden Frauen. Die Linke sollte sich ein Beispiel an der nun verstorbenen Country-Sängerin nehmen.
Der Kolonialismus prägt auch heute noch die globale Wirtschaftsordnung. Im Gespräch über sein neues Buch »Neokolonialer Kapitalismus« erklärt Robin Jaspert, wie durch Verschuldung koloniale Beziehungen fortgeführt werden.
Im Sommer 1936 startete Francisco Franco seinen Putsch gegen die Spanische Republik. Der antifaschistische Widerstand entwickelte sich in den republikanisch kontrollierten Gebieten zu einer sozialen Revolution, die die Macht der Kapitalisten und Großgrundbesitzer herausforderte.
Als »Die Schlacht um Algier« vor 60 Jahren bei den Filmfestspielen von Venedig gezeigt wurde, blieb die französische Delegation fern. Der unmittelbar nach dem algerischen Befreiungskrieg gedrehte Film von Gillo Pontecorvo hat bis heute nichts von seiner politischen Bedeutung eingebüßt.
Er bekämpfte den Faschismus erst im italienisch besetzten Äthiopien, dann als Partisan in Italien selbst und schließlich als Teil der alliierten Streitkräfte in Deutschland: Die Geschichte von Abdisa Aaga ist einzigartig und zugleich beispielhaft.
Der DDR-Antifaschismus wird oft als marxistisch-dogmatisches Symboltheater zur Selbstrechtfertigung dargestellt. Enthält er trotzdem Lehren für heute?
Ghassan Kanafani war Maler, Journalist, Lehrer und PFLP-Kämpfer zugleich. Mit »Der Blinde und der Taube« liegt nun sein unvollendeter Roman erstmals auf Deutsch vor – und zeigt, wie untrennbar persönliche und koloniale Befreiung bei ihm verbunden sind.
Die Literatur der DDR wurde für historisch überholt erklärt: Weil sie sich dem Aufbau des Sozialismus widmete, habe sie uns heute nichts mehr zu sagen. Doch Carsten Gansels Buch »Ausradiert?« zeigt, dass es sich durchaus lohnt, sie wiederzuentdecken.
Vor 90 Jahren entfachte ein Putsch reaktionärer Militärs gegen die noch junge Republik den Spanischen Bürgerkrieg. Ohne die deutsche und italienische Unterstützung wäre den Spaniern der Sieg und die Diktatur General Francos wohl erspart geblieben.
Der kürzlich verstorbene Mikrohistoriker Carlo Ginzburg betrachtete gesellschaftlichen Wandel von unten. Sein Ansatz war stark geprägt von Erfahrungen mit dem italienischen Faschismus sowie den antifaschistischen Traditionen der Nachkriegszeit.
Unser Bild des Römischen Reichs ist geprägt von den Monumenten und dem Lebensstil urbaner Eliten. Eine neue Untersuchung lenkt nun den Blick auf die 90 Prozent der Bevölkerung, deren brutal ausgebeutete Arbeitskraft all das erst möglich machte.
Viele Historiker haben die Amerikanische Revolution zu einem Konflikt zwischen britischen und amerikanischen Eliten heruntergespielt. Doch die Revolution setzte auch radikale Kräfte frei, die die Gründerväter nicht kontrollieren konnten.